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Cagliari
Oberfläche: 92Km2
Bevölkerung: 204.237 einwohner
Gebiet: Campidano
plz: 09100
Vorwahl: 070

"Slowly, slowly we creep along the formless shore. An hour passes. We see a little fort ahead done in enormous black-and-white checks, like a fragment of a gigantic chessboard. It stands at the end of a long spit of land – a long barish peninsular that has no houses and looks as if it might be golf links. But it is not golf links.
And suddenly there is Cagliari: a naked town rising steep, steep, golden looking, piled naked to the sky from the plain at the head of a formless hollow bay. It is strange and rather wonderful, not a bit like Italy. The city piles up lofty and almost miniature, and makes me think of Jerusalem: without trees, without cover, rising rather bare and proud, remote as if back in history, like a town in a monkish, illuminated missal.
One wonders how it ever got there. And it seems like Spain or Malta: not Italy. It is a steep and lonely city, as in some old illumination. Yet withal rather jewel-like: like a sudden rose-cut amber jewel naked at the depth of the vast indenture.
The air is cold, blowing bleak and bitter, the sky is all curd. And that is Cagliari. It has that curious look, as if it could be seen but not entered. It is like some vision, some memory, something that has passed away."

(D.H. Lawrence, Sea and Sardinia - 1921)

Sogar der berühmte englische Romanschriftsteller Lawrence philosophierte Anfang des letzten Jahrhunderts in einem seiner Bücher über die sardinische Hauptstadt. Sie befindet sich genau in der Mitte des Golfo degli Angeli (Golf der Engel) und ist seit jeher das wichtigste wirtschaftliche, kulturelle und politischen Zentrum Sardiniens.
Cagliari hat seinen Ursprung in der phönizisch-punischen Zeit, und noch heute sind die gut erhaltenen, römischen Bauten zu besichtigen: das Amphitheater, die Viper-Grotte (Grotta della Vipera) und die Villa Tigellio.
Die Stadt dehnt sich auf sieben Berge aus (Sant'Elia, Bonaria, Monte Urpinu, Castello, Monte Claro, Tuvixeddu, San Michele).
Die Jahrhunderte lang andauernden Belagerungen der Spanier und Pisaner im letzten Jahrtausend, haben auch die Kultur der Stadt geprägt:
Zwei große pisanische Türme (Anfang des 13. Jahrhunderts gebaut) überragen die stattlichen Mauern die die antike Altstadt (Castello) umschließen. Im Innern befindet sich die Kathedrale aus dem Jahre 1254.
Unterhalb des Castello-Viertels (Altstadt) begann im Mittelalter eine rasche Ausdehnung,und es entstanden die heutigen Städte Quartu, Quartucciu, Monserrato und Selargius.
Obwohl Cagliari aufgrund seines großen Hafens über viele Jahrhunderte die Eingangstür Sardiniens für viele verschieden Kulturen war, hat es seine eigene volkstümliche Kultur erhalten können.
Die wichtigste heilige Veranstaltung ist das Fest des S.Efisio. Seit fast 400 Jahren versammeln sich jedes Jahr am 1. Mai Tausende Gläubige zur Prozession der Statue des heiligen Beschützers der Stadt. Ein weiteres wichtiges und bedeutendes Fest des sardischen Volkes ist “Sa Die de sa Sardigna", als Gedächtnis an den Volksaufstand am 28. April 1794, der die Piemontesen von der Insel ausschloß.
Heute werden in Cagliari große sportliche Ereignisse ausgetragen wie z.B. die Formel Eins im Motorbootsport oder die Frauen-Weltmeisterschaften im Beach Volleyball. Ausgangspunkt ist einer der schönsten Strände Sardiniens: der Poetto. An Cagliaris sogenanntem „Hausstrand“ tummeln sich im Sommer viele Touristen und natürlich auch ein Großteil der Cagliaritaner.
Cagliari bietet 365 Tage im Jahr Leben.



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