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Alghero
Oberfläche: 224Km2
Bevölkerung: 39.026 einwohner
Gebiet: La Nurra
plz: 07041
Vorwahl: 079

Alghero entstand direkt am Meer und verdankt diesem auch ihren Namen. Es scheint tatsächlich so, dass an dieser langen, sandigen Küste große Mengen an Blättern der Posidonia Oceanica (fälschlicherweise als „Algen“ bezeichnet) lagen. Diese sammelten sich immer nach den heftigen Libeccio-Sturmfluten an.
Die Altstadt streckt sich in Richtung Meer aus und stellt mit ihren Architekturen und den eindrucksvollen Plätzen ein wahres Juwel auf der Insel dar.
Die genuesischen Familie der Doria gründete diese Stadt im XII. Jahrhundert auf einer kleine Halbinsel. Im darauffolgenden Jahrhundert wurde sie von den Katalanen-Aragonern erobert, die sie am 31. August 1353 betraten.
Im Jahre 1354 wurde Alghero hauptsächlich von Katalanen bevölkert. Seitdem bewahrten sich die Sprache und Traditionen von jenem Volk der iberischen Halbinsel. Auch heute noch herrschen ein reger Austausch und enge Beziehungen zueinander.
Die Denkmäler und Kirchen in der engen Altstadt mit ihren stattlichen Türmen und Basteien, die herrschaftlichen Paläste und besonders die Glockentürme der Kathedrale S. Maria und der Kirche San Francesco hinterlassen einen eindeutigen Abdruck des „katalanisch-gotischen“ Stils. “Barcelonata" (kleines Barcelona), so nennen die Katalanen Alghero liebevoll. Hier begann der erste Tourismus Sardiniens so etwa im 8. Jahrhundert. Und noch heute ist Alghero auf Sardinien die Stadt mit den vielfältigsten Traditionen, touristischen Angeboten und Sehenswürdigkeiten.
Die etwa 80 Kilometer lange Küste umschließt die Stadt im Nordwesten, wo sich steile und felsige Abhänge mit den feinsten, weißen Sandständen abwechseln.
Nördlich, unmittelbar hinter dem neuen Hafen liegt der fast 6 Kilometer lange Strand von Sant Joan mit seinen natürlichen Sanddünen. In dieser Gegend ist der Boden besonders sandig. Die Vegetation besteht deshalb im Wesentlichen aus Kiefern, Pinien und ginepri (mediterranes Wacholdergestrüpp).
Weiter nördlich befindet sich der Stagno Calich (Salzsee) mit seiner üppigen Tier- und Pflanzenwelt.
Der moderne Ort Fertilia besticht durch seine Architektur aus der Rationalistischen Epoche.
Vom Platz Porta a Terra aus sieht man das Denkmal, welches Giuseppe Manno gewidmet ist, ein Werk Pietro Canonicas aus dem Jahre 1894. Der Platz befindet sich am östlichen Rand der Altstadt, die sich bis in die weiten Grünflächen der öffentlichen Gärten erstreckt.
Auf der Prachtstrasse San Francesco befindet sich die Piazza Sulis, der Haupttreffpunkt der Highsociety in der Stadt.
Am Ende der Strandpromenade Colombo erhebt sich der Turm Torre San Giacomo (" San Jaume "), gotisch inspiriert und gerade erst restauriert worden.
Hinter der Bastei Bastione San Giacomo beginnt die Strandpromenade Marco Polo, charakterisiert durch die antiken Schießscharten und einem wunderschönen Panorama nordwärts auf Bucht von Alghero.
Bei der Bastione del Mirador folgt der kleine Turm Torre de la Polveriera (oder auch Santa Barbara).
Schließlich erreichen wir die Strandpromenade am norden-westlichen Scheitel des Vorgebirges, auf dem sich die Altstadt befindet. Sie breitet sich von hier aus über die Mole, den Hafen und etwas weiter gen Norden über die lange Sandfläche von San Giovanni, die mittelgroße Insel Maddalena, den Stadtteil Fertilia, den Teich Calic und das Gebiet der Nurra.
Entlang der Strandpromenade von Magellano trifft man auf einen engen Mauerkorridor, der von einer Reihe von Bögen überragt wird.
Immer weiter entlang zwischen der Küstenlinie und dem kurvigen Verlauf des Mauerkorridors, erreichen wir das Ende einer großen breiten Treppe, die direkt vor einem der beiden antiken Stadttoren endet. Ein wenig weiter liegen die stattlichen Überreste des Forte della Maddalena, dessen Turm einen Grabstein enthält, der an die Ausschiffung Giuseppe Garibaldis am 14. August 1855 erinnert, Befehlshaber des Handelsschiffes “Il Lombardo." Einen Besuch der antiken Altstadt beginnen wir auf der Piazza Civica ("placa de la Dressana"). Am Anfang der Strasse Via Maiorca befinden sich einige mittelalterliche Bögen, die sich an den Palazzo del Conte Serra di Sant`Elia anlehnen. Auf der kleinen Piazza del Duomo sieht man die lilafarbene Fassade der Cattedrale (der Heiligen Santa Maria gewidmet) mit ihrem achteckigen Glockenturm. Es ist eines der besten Exemplare des späten gotisch-katalanisch Stils und geht auf die Periode zwischen 1562 und 1579 zurück.
In der Strasse via Principe Umberto, Hausnummer 11 finden wir das interessante Haus "Casa Doria " aus dem XVI. Jahrhundert, mit seinem Renaissance-Portal und Fenstern mit gotisch-katalanischen Linien. Gleich daneben der Palazzo della Curia, mit dem Archiv der vereinigten Bischöfe und die Kirche Chiesa della Misericordia. Ganz Nähe die Piazza Ginnasio mit der wichtigen Kirche San Michele.
Nach der Kreuzung mit der Via Carlo Alberto treffen wir auf der rechten Seite eines der interessantesten Gebäude der katalanischen Kultur auf Sardinien: den Kirchenkomplex San Francesco; von den Franziskanern 1330 errichtet, teilweise wiederaufgebaut infolge des Einsturzes 1593 und restrukturiert im Laufe des XVIII. Jahrhunderts.


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